Studiendesign und Forschung

Datum

22. – 23. Juni 2022

Ort

University of Bern, Mittelstrasse 43

Unterrichtssprache

Englisch

Ziele des Moduls

Teilnehmende

  • sind vertraut mit den allgemeinen Grundsätzen und der internationalen Politik zur Einbeziehung von Sex und Gender in die Gesundheitsforschung.
  • sind in der Lage, Geschlechterverzerrungen (sex/gender) in Forschungsdesign, Methoden, Interpretation und Publikationen kritisch zu bewerten.
  • sind vertraut mit verschiedenen Methoden und Ansätzen zur Minimierung von sex/gender bias.
  • haben ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung von Geschlecht (sex und gender) in den eigenen Forschungsprojekten
 Inhalt des Moduls

Wie man Forschung ohne Geschlechterverzerrung konzipiert und durchführt: Dieses Modul zielt darauf ab, Sex- und Genderverzerrungen in den verschiedenen Forschungsphasen zu identifizieren, zu verstehen und zu minimieren, einschliesslich Forschungsdesign, Populationswahl und Stichproben, Datenerhebung, Datenanalyse, Ergebnisinterpretation und Empfehlungen für die klinische Praxis.

Um Geschlechterungleichheiten (sex und gender) in der klinischen Praxis und in der Gesundheitsforschung zu verstehen und zu bekämpfen, ist es ausserdem unerlässlich, Daten zu haben, die Faktoren und Wege, die Unterschiede hervorrufen, korrekt widerspiegeln. Trägt die Biologie zu Ungleichheiten bei? Oder soziale Faktoren? Wie können wir die Auswirkungen vom biologischen Geschlecht auf die Gesundheit, von Gender auf Gesundheit oder vom biologischen Geschlecht und Gender kombiniert entwirren?

Dieses Modul ist mit einem ausgewogenen Verhältnis von Vorlesungen und Workshops organisiert. In den Workshops haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, an ihrer CAS-Thesis oder anderen eigenen Forschungsprojekten zu arbeiten. Es wird Zeit für Einzelarbeit, Gruppenarbeit und Plenardiskussionen rund um die CAS-Thesis (in jedem Stadium der Forschungsphasen) eingeräumt, mit Inputs der Experten.

Konkret umfasst das Modul folgende Blöcke:

  • Allgemeine Grundsätze und Richtlinien, internationale Perspektive (JS)
  • Geschlechtsspezifische Innovationen (CC)
  • Das biologische Geschlecht und das sozio-kulturelle Gender messen (JS, CC)
    • Konzeptioneller Rahmen (JS)
    • Bestehende Instrumente (CC)
  • Soziale Determinanten von Gesundheit und Lebensverlaufsperspektive (JS)
  • Workshop 1- Ideen und Herausforderungen der Forschungsprojekte der Teilnehmer (CAS oder andere)
  • Aspekte des biologischen Geschlechts und von Gender in Tierversuchen (TB, PB)
  • Präzisionsmedizin und Künstliche Intelligenz – KI (AS)
  • Epigenetik: Wie Geschlecht und Gender unter die Haut gehen (Online-Vortrag) (EM)
  • Workshop 2 – Präsentation und Diskussion der Forschungsprojekte der Teilnehmenden (CAS oder andere)
Referierende

Dr ès Sci. Joëlle Schwarz, Center for Primary Care and Public Health (Unisanté), University of Lausanne, Switzerland (Modulleitung)

Prof. Carole Clair, Center for Primary Care and Public Health (Unisanté), University of Lausanne, Switzerland (co-Modulleitung)

Prof. Thorsten Buch, Institut für Labortierkunde, Universität Zürich

Dr. Philippe Bugnon, Institut für Labortierkunde, Universität Zürich

Prof. Dr. Edwin Mariman, Department of Human Biology NUTRIM, Maastricht University

Prof. Dr. Med. Sabine Oertelt-Prigione, Department of Primary and Community Care,Radboud University Medical Center, NL

Dr. med. Antonella Santuccione Chadha, Head of Stakeholder Engagement for AD at Biogen, CEO and co-founder of the Women’s Brain Project , Euresearch Vice-President

Anmeldeschluss

23. Mai 2022