Studiendesign und Forschung

Factsheet

Studiendesign und Forschung

Datum

2. – 3. Juni 2021

Ort

Universität Bern, Mittelstrasse 43

Unterrichtssprache

Englisch

Ziele des Moduls

Teilnehmende

  • sind vertraut mit den allgemeinen Grundsätzen und der internationalen Politik zur Einbeziehung von Sex und Gender in die Gesundheitsforschung.
  • sind in der Lage, Geschlechterverzerrungen (sex/gender) in Forschungsdesign, Methoden, Interpretation und Publikationen kritisch zu bewerten.
  • sind vertraut mit verschiedenen Methoden und Ansätzen zur Minimierung von sex/gender bias.
  • haben ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung von Geschlecht (sex und gender) in den eigenen Forschungsprojekten
 Inhalt des Moduls

Wie man Forschung ohne Geschlechterverzerrung konzipiert und durchführt: Dieses Modul zielt darauf ab, Sex- und Genderverzerrungen in den verschiedenen Forschungsphasen zu identifizieren, zu verstehen und zu minimieren, einschliesslich Forschungsdesign, Populationswahl und Stichproben, Datenerhebung, Datenanalyse, Ergebnisinterpretation und Empfehlungen für die klinische Praxis.

Um Geschlechterungleichheiten (sex und gender) in der klinischen Praxis und in der Gesundheitsforschung zu verstehen und zu bekämpfen, ist es ausserdem unerlässlich, Daten zu haben, die Faktoren und Wege, die Unterschiede hervorrufen, korrekt widerspiegeln. Trägt die Biologie zu Ungleichheiten bei? Oder soziale Faktoren? Wie können wir die Auswirkungen vom biologischen Geschlecht auf die Gesundheit, von Gender auf Gesundheit oder vom biologischen Geschlecht und Gender kombiniert entwirren?

Konkret umfasst das Modul folgende Blöcke:

  • Allgemeine Grundsätze und Richtlinien, internationale Perspektive (IK)
  • Das biologische Geschlecht oder das sozio-kulturelle Gender messen? (IK, JS, CC)
    • Methodische Herausforderungen
    • Theoretische Rahmenbedingungen für Methoden und Massnahmen
  • Soziale Determinanten für Gesundheit; (JS, CC)
    • Geschlecht ist eine soziale Determinante der Gesundheit, die die Gesundheit auf verschiedenen Ebenen und während des gesamten Lebenszyklus beeinflusst. Wir werden diese verschiedenen und kombinierten Einflüsse untersuchen.
  • Workshop 1- Vorstellung und Diskussion der Forschungsprojekte der Teilnehmenden (CAS-Abschlussarbeiten oder andere)
  • Aspekte des biologischen Geschlechts und von Gender in Tierversuchen (TB, PB)
    • Probleme mit geschlechtsverzerrten Versuchsplänen und Methoden, wie das Geschlecht als Variable in Tierversuche einbezogen werden kann. Vorlesungen und Übungen, Gestaltung eines Tierversuchs
  • Präzisionsmedizin und Künstliche Intelligenz  (AS)
    • Mit Präzisionsmedizin werden Behandlungen und Pflege zeitnah und speziell auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten. Wir untersuchen anhand von praktischen Beispielen, wie die Geschlechteranalyse (sex und gender) das Tor zur Präzisionsmedizin ist. Wir besprechen auch sex/gender in der Künstlichen Intelligenz.
  • Workshop 2 -Vorstellung und Diskussion der Forschungsprojekte der Teilnehmenden (CAS-Abschlussarbeiten oder andere)
Referierende

Dr. Joëlle Schwarz, Centre universitaire de médecine générale et santé publique (Unisanté), Lausanne (Modulleitung)

Prof. Dr. Ineke Klinge, Rapporteur Horizon 2020 Expert Group Gendered Innovations 2 at European Commission

Prof. Dr. med. Carole Clair, Centre universitaire de médecine générale et santé publique (Unisanté), Lausanne

Prof. Thorsten Buch, Institut für Labortierkunde, Universität Zürich

Dr. Philippe Bugnon, Institut für Labortierkunde, Universität Zürich

Dr. med. Antonella Santuccione, Roche Diagnostics Basel und Women’s Brain Project

Anmeldeformular und Anmeldeschluss 

Anmeldeschluss 30. April 2021, Anmeldeformular Modul