Muskuloskelettale Medizin, Autoimmunität & Gender-Forensik

Wahlpflichtmodul

Datum: 28. – 29. Januar 2027
Kursort:
Zürich (Teilnahme vor Ort oder online)
Unterrichtssprache: Englisch
Anmeldung Einzelmodulteilnahme: Anmeldung
Kosten: Zweitagesmodul CHF 500, Einzeltagbuchung CHF 280 (ab November 2026: CHF 830 bzw. CHF 430)

Credits

1 ECTS Punkt Zweitagesmodul
CME Punkte beantragt «Sport & Exercise Medicine Switzerland (SEMS)»
CME Punkte beantragt «Schweizerische Gesellschaft für Rheumatologie»

Inhalt

In diesem Modul wird der Einfluss des Geschlechts auf verschiedenste Aspekte und Pathologien, die das muskuloskelettale System betreffen, vermittelt. Hierbei werden neben den Punkten, welche direkt den Bewegungsapparat betreffen, auch das Immunsystem sowie die Trainierbar- und Leistungsfähigkeit genauer betrachtet.

Konkret umfasst das Modul folgende Blöcke:

Sportmedizin
  • Geschlechtsspezifische Verletzungsmuster und Risikofaktoren
  • Unterschiede bei Gehirnerschütterungen und deren Folgen
  • Geschlechtsunterschiede im Energie- und Muskelstoffwechsel
  • Einfluss von Hormonen auf Trainierbarkeit und Leistungsfähigkeit
  • Frauenspezifische Themen: Female Athlete Triad und Sport in der Schwangerschaft
Rheumatologie
  • Geschlechtsunterschiede bei Häufigkeit und Ausprägung rheumatischer Erkrankungen
  • Einfluss von Chromosomen, Hormonen und Immunsystem
  • Zusammenhang von Schwangerschaft, Menopause und Krankheitsrisiko
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede im Ansprechen auf Therapien
  • Bedeutung des Geschlechts für die personalisierte Medizin
Rechtsmedizin
  • Suizidalität: Unterschiede Epidemiologie, Risikofaktoren, Gender Paradox
  • Intoxikationen: Im Erwachsenenalter überwiegend Frauen betroffen
  • Medikamentenvergiftungen besonders häufig
  • Verletzungen/(Auto-)Unfälle: unterschiedliche Risikosituationen bei Frauen und Männern
  • Sexualdelikte bei Erwachsenen: «Berner Modell»

Ziele

Die Teilnehmenden

  • wissen um die Besonderheiten bei der Betreuung von weiblichen Freizeit- und Leistungssportlern in Bezug auf Verletzungsmuster, Massnahmen zur Prävention, Trainierbarkeit und Trainingsgestaltung, Prävention, Erkennung und Therapie von Energiedefizit-Syndromen, Schwangerschaft.
  • kennen die geschlechtsspezifischen Unterschiede des Immunsystems und können anhand derer sowohl in Bezug auf Immunpathogenese, Prävalenz, Phänotyp und somit Diagnostik als auch Outcome und Therapie von Autoimmunerkrankungen korrekte Schlüsse ziehen.
  • kennen die epidemiologischen Unterschiede der Rechtsmedizin in Bezug auf das Geschlecht  und können hieraus die individuellen Herangehensweisen ableiten.