Frauen werden seltener intensiv-medizinisch betreut

Eine unter anderem von CAS-Programmleitungsvorsitzender Cathérine Gebhard verfasste Studie zeigt, dass Frauen in der Schweiz im Falle einer schweren Erkrankung seltener intensiv-medizinisch betreut werden als Männer. Für die Mitte April 2021 im Fachmagazin Intensive Care Medicine veröffentlichte Studie wurden retrospektive Daten von mehr als 450’000 Patient*innen analysiert. Insbesondere Frauen unter 45 Jahren wurden im Vergleich mit gleichaltrigen Männern trotz schwerwiegenderen Symptomen weniger häufig auf eine Intensivstation verlegt.

Die Studienresultate deuten darauf hin, dass es auch in einem der am höchsten bewerteten Gesundheitssystem weltweit immer noch Unterschiede in der medizinische Versorgung von Frauen und Männern gibt. Ein Neubeurteilung der Triagekriterien in den Spitälern könnte dazu beitragen, dass knappe Spitalressourcen optimal genutzt und gerechter verteilt werden. Davon würde die Gesellschaft als Ganzes profitieren.

Lesen Sie die Originalpublikation hier.

Erster internationaler Workshop zu Geschlechtsdimorphismus bei Krebs

Der erste internationale Workshop zu Geschlechtsdimorphismus bei Krebs findet im kommenden März statt, organisiert unter anderem von den Referierenden des Onkologie-Moduls des CAS. Um die Rolle von hormonellen und genetischen Unterschieden bei der Krebsanfälligkeit und dem Ansprechen auf die Behandlung besser zu untersuchen, muss die interdisziplinäre gegenseitige Kommunikation gefördert und die nächste Generation von Forschern in der grundlegenden und translationalen Krebsprävention ausgebildet werden. Mehr dazu unter https://2021sdcmeeting.vfairs.com oder auf dem Poster des Workhops:

SDC Poster 5.02.21

 

Covid-19 betrifft Frauen und Männer unterschiedlich

Die COVID-19-Pandemie zeigt, dass das Geschlecht im Gesundheitsbereich eine bedeutende Rolle spielt. Männer erkranken häufiger schwer an SARS-CoV-2 und haben eine höhere Mortalitätsrate als Frauen, obwohl die Infektionsraten bei Frauen in vielen europäischen Ländern höher sind als bei Männern. Dies dürfte sowohl biologische als auch soziale Ursachen haben. Bei den indirekten gesundheitlichen Folgen wie etwa häuslicher Gewalt, psychischer Belastung und wirtschaftlicher Unsicherheit scheint die Pandemie hingegen Frauen schwerer zu treffen.

Studien- und Programmleitung des CAS- in Sex- and Gender-Specific Medicine werfen in der neusten Ausgabe des Swiss Medical Forums einen geschlechtsspezifischen Blick auf die Pandemie.

Neuigkeiten zur Kurssprache und Modulorganisation

Das CAS wird nun in Englisch und als hybride Veranstaltung organisiert (wenn möglich vor Ort, immer aber auch online).

Auf Grund des Feedbacks von interessierten Personen hat die Programmleitung des CAS folgendes beschlossen:

    • Die Kurssprache des CAS ist Englisch. Dies ermöglicht die Teilnahme für interessierte Personen aus allen Landesteilen sowie aus anderen Ländern. Je nach Gruppenzusammensetzung, in Gruppenarbeiten sowie nach Absprache mit den jeweiligen Betreuungspersonen bei den Abschlussarbeiten sind Abweichungen davon möglich.
    • Die erste Durchführung des CAS findet hybrid statt. Das heisst, wenn immer es die jeweilige Covid-19-Situation erlaubt, werden die Module vor Ort durchgeführt. Gleichzeitig ist aber in jedem Fall auch die Online-Teilnahme möglich.

Für den Besuch des CAS werden keine Vorkenntnisse in geschlechtsspezifischer Medizin erwartet. Wir freuen uns auf spannende Diskussionen, bereichert durch die diversen Hintergründe und Erfahrungen der Teilnehmer*innen.

Schweizer Fernsehen berichtet über Geschlechtsunterschiede bei Covid-19

Unter dem Titel «Männer – Das schwache Covid-Geschlecht» hat das Schweizer Fernsehen am Montag 21. September in der Gesundheitssendung Puls die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei den Covid-19-Verläufen thematisiert. CAS-Programmleitungsvorsitzende Catherine Gebhard erklärt im Beitrag die aktuellen Theorien und stellt ihre Forschung in dem Bereich vor: https://www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/d020b6eb-d5ff-4bec-bd1c-cad9be5e2c75