Schweizer Fernsehen berichtet über Geschlechtsunterschiede bei Covid-19

Unter dem Titel „Männer – Das schwache Covid-Geschlecht“ hat das Schweizer Fernsehen am Montag 21. September in der Gesundheitssendung Puls die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei den Covid-19-Verläufen thematisiert. CAS-Programmleitungsvorsitzende Catherine Gebhard erklärt im Beitrag die aktuellen Theorien und stellt ihre Forschung in dem Bereich vor: https://www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/d020b6eb-d5ff-4bec-bd1c-cad9be5e2c75

Geschlechtsspezifische Medizin wird zum Thema in der Politik

Der Bundesrat wird einen Bericht zur möglichen Benachteiligung von Frauen in der Gesundheitsversorgung erarbeiten. Der Nationalrat hat am Donnerstag 18. Juni 2020 ein entsprechendes Postulat von Laurence Fehlmann Rielle (SP/GE) mit 113 zu 69 Stimmen angenommen.

Fehlmann kritisierte, die Leiden von Frauen würden häufig nicht ernst genommen. Zudem würden Forschungsprojekte und klinische Versuche allzu oft ausschliesslich mit Männern durchgeführt. Dies führe zu Empfehlungen, die den Bedürfnissen von Frauen nicht entsprächen, und zur Verschreibung von Medikamenten, die für bestimmte Frauen ungeeignet seien. In der Medizin werde immer noch der Mann als Prototyp betrachtet.

Der Bundesrat hat sich bereits vor der Behandlung des Postulats im Nationalrat bereit erklärt, in einem Bericht darzulegen, inwiefern Frauen in der medizinischen Forschung, Prävention und Versorgung benachteiligt werden. Es sei unbestreitbar, dass es in diesem Bereich Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern gebe, sagte Bundesrat Alain Berset. Diese seien sowohl auf biologische, als auch auf soziale Faktoren zurückzuführen. In der Schweiz fehle aber eine Übersicht über die Evidenz, die bereits getroffenen Massnahmen und über die Empfehlungen, wie die Situation verbessert werden könne. Berset wies allerdings darauf hin, dass nur ein kleiner Teil der möglichen Massnahmen in der Kompetenz des Bundes liege. Ein Bericht zum Thema könne aber als Grundlage für die Ausarbeitung konkreter Massnahmen mit verschiedenen Akteuren dienen.

Postulat Fehlmann: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193910

Start auf März 2021 verschoben!

Aufgrund der aktuellen Lage bezüglich des  neuen Coronavirus können wir das CAS in geschlechtsspezifischer Medizin leider nicht wie geplant ab kommendem Mai durchführen. Da Vernetzung und persönlicher Austausch von Erfahrungen und Meinungen ein wichtiger Teil des CAS ausmachen, soll der Weiterbildungsstudiengang auch nicht online durchgeführt werden.

Wir haben den Start deshalb auf März 2021 verschoben. Die genauen Daten der einzelnen Module werden so schnell wie möglich bekannt gegeben.

CAS im European Heart Journal erwähnt

Der CAS in Sex- and Gender-Specific Medicine wird in einem Artikel über Frau Professor Vera Regitz-Zagrosek im European Heart Journal erwähnt:

„Another important project for Vera is her contribution to the certificate of advanced studies (CAS) for ‘Sex- and Gender-Specific Medicine’ of the universities of Bern and Zurich. This CAS initiated by Professor Daniel Candinas, Vice-Rector for Research of the Universityof Bern and Professor Beatrice Beck Schimmer will be open for post-graduate students from various fields. The program is coordinated by Professor Cathérine Gebhard, professor for cardiovascular gender-specific medicine and cardiac imaging at Zurich University and the University Hospital Zurich. The course modules include cardiovascular medicine, endocrinology and metabolism, sex- and gender-specific study design, neurology and psychiatry, pharmacology, public health,and other topics. The curriculum teaches a broad and comprehensive spectrum in gender-specific medicine. The start is envisioned for May 2020.“

 

CAS im Newsletter der Deutschen Gesellschaft für Geschlechtsspezifische Medizin

Der CAS in Sex- and Gender-Specific Medicine wird im aktuellen Newsletter der Deutschen Gesellschaft für Geschlechttspezifische Medizin (www.dgesgm.de) erwähnt:

Die Universitäten Zürich, Bern und Lausanne planen unter der Leitung der
Direktorin der Universitären Medizin Zürich, Prof. Beatrice Beck-Schimmer, und des Berner Prorektors Daniel Candinas und der SNF
Professorin Catherine Gebhard einen postgradualen Studiengang (Certificate of Advanced Studies), der alle wichtigen Themenfelder der
Gendermedizin mit ausgewiesenen ExpertInnen abdecken wird. Der Kurs kann berufsbegleitend in ein oder zwei Jahren absolviert werden; es
können entweder einzelne Module wie Kardiologie, Pharmakologie oder Allgemeinmedizin gebucht werden, oder der ganze Kurs aus 9
Modulen.